Baustein 3 von 4

Produktive Stunden berechnen

Nicht jede bezahlte Stunde lässt sich abrechnen. Urlaub, Feiertage, Krankheit, Fahrten und Büroarbeit mindern die Stunden, auf die Sie Ihre Kosten verteilen. Rechnen Sie es für einen Mitarbeiter durch.

Handwerker holt im Hof eine Werkzeugkiste aus dem geöffneten Transporter, im Laderaum stapeln sich Material und Werkzeug.

Stundenrechner für einen Mitarbeiter

Beispielwerte Vorausgefüllt mit einer Vollzeitkraft. Ihre Eingaben bleiben nur in diesem Browser gespeichert.

Vertragliche Stunden je Woche, bei fünf Arbeitstagen.
Urlaubsanspruch laut Arbeitsvertrag.
Nur Feiertage, die auf einen Arbeitstag fallen.
Ihr Erfahrungswert pro Mitarbeiter und Jahr.
Anteil der Anwesenheit ohne abrechenbare Arbeit.

Produktive Stunden je Jahr

1.414 h 68 % der Jahresstunden

  • Jahresstunden (Wochenarbeitszeit × 52)2.080
  • Urlaub− 240
  • Feiertage− 80
  • Krankheit− 96
  • Anwesenheit1.664
  • Unproduktive Zeit (Fahrten, Büro, Lager)− 250
  • Produktive Stunden1.414

Zum Stundenverrechnungssatz-Rechner

Das Übernehmen setzt die Stundenwerte aller Mitarbeiter im Rechner. Einzelne Werte passen Sie dort in Schritt 3 an.

Warum es zählt

Weniger Stunden, höherer Satz

Ihre Kosten fallen für alle bezahlten Stunden an, abrechnen können Sie nur die produktiven. Im Beispiel bleiben von 2.080 Jahresstunden rund 1.414 Stunden. Wer mit den vollen Jahresstunden rechnet, setzt den Satz zu niedrig an.

Der Inhaber arbeitet mit? Dann tragen Sie ihn im Rechner als Mitarbeiter mit 0 € Bruttolohn ein. Seine Stunden zählen mit, sein Gehalt steckt im kalkulatorischen Unternehmerlohn.

Erklärung

So werden produktive Stunden berechnet

Vier Rechenschritte vom Arbeitsvertrag bis zur abrechenbaren Stunde.

Jahresstunden = Wochenarbeitszeit × 52
Ausfall = (Urlaub + Feiertage + Krankheit) × Wochenarbeitszeit ÷ 5
Anwesenheit = Jahresstunden − Ausfall
Produktiv = Anwesenheit × (1 − unproduktiver Anteil)

Durchgerechnetes Beispiel

Vollzeitkraft, Beispielwerte

40 h × 52 = 2.080 h Jahresstunden

(30 + 10 + 12) Tage × 8 h = 416 h Ausfall

2.080 h − 416 h = 1.664 h Anwesenheit

1.664 h × (1 − 15 %) = 1.414,4 h produktive Stunden

Das sind 68 % der Jahresstunden. Bei drei Mitarbeitern mit gleichen Werten ergeben sich 4.243 produktive Stunden, durch die Sie Ihre Jahreskosten teilen.

Was zur unproduktiven Zeit gehört

  • Fahrten zwischen Betrieb, Lager und Baustellen, soweit Sie sie nicht gesondert berechnen
  • Material holen, Lager ordnen, Fahrzeug einräumen
  • Aufmaß, Dokumentation und Büroarbeit des Mitarbeiters
  • Besprechungen, Einweisungen und Schulungen
  • Leerlauf zwischen Aufträgen und Wartezeiten auf der Baustelle

Wie Sie auf Ihren Wert kommen

Der Anteil der unproduktiven Zeit unterscheidet sich von Betrieb zu Betrieb. Verlässlich wird er erst durch Ihre eigenen Daten: Werten Sie die Stundenzettel oder die Zeiterfassung mehrerer Wochen aus und teilen Sie die nicht abrechenbaren Stunden durch die Anwesenheitsstunden. Der Wert im Rechner ist nur ein Beispiel.

Auch die Feiertage unterscheiden sich: Sie hängen vom Bundesland und vom Jahr ab, und nur Feiertage, die auf einen Arbeitstag fallen, mindern die Stunden. Zählen Sie sie für Ihr Bundesland aus.

Weiter mit dem nächsten Baustein

Mit den produktiven Stunden können Sie die Kosten verteilen. Welche Kosten das sind, zeigt die Checkliste Gemeinkosten. Wie sich beides auf den Satz auswirkt, sehen Sie in den Beispielrechnungen oder im Ratgeber Stundenverrechnungssatz berechnen: Schritt für Schritt.

Ein Angebot von Cortexion

Vom Stundensatz zum Angebot

Sobald Ihr Stundenverrechnungssatz steht, geht es um die Kalkulation einzelner Angebote. Cortexion bietet dafür Kalkulation und Angebote als App.

Aus dem Stundensatz ein Angebot mit Positionen, Material und Zuschlägen rechnen: Angebotskalkulation (öffnet in neuem Tab)

Kalkulation und Angebote als App (öffnet in neuem Tab)