Baustein 2 von 4

Gemeinkosten vollständig erfassen

Wer nur Lohn und Material kennt, rechnet den Betrieb zu günstig. Diese Checkliste führt Sie durch die Kostenarten, die im Stundensatz stecken müssen. Tragen Sie Jahresbeträge ein und übernehmen Sie die Summen in den Rechner.

Checkliste

26 Posten in sechs Gruppen

Haken setzen heißt: Posten geprüft. Beträge zählen nur bei gesetztem Haken. Ihre Eingaben bleiben nur in diesem Browser gespeichert.

Miete und Betriebsräume

Summe: 0 €

Alles, was Werkstatt, Lager und Büro im Jahr kosten.

Fahrzeuge

Summe: 0 €

Kosten aller Betriebsfahrzeuge, die nicht einer einzelnen Baustelle zugeordnet werden.

Versicherungen

Summe: 0 €

Beiträge zur Berufsgenossenschaft gehören meist zu den Lohnnebenkosten in Schritt 1 des Rechners. Setzen Sie sie nicht doppelt an.

Werkzeug und Maschinen

Summe: 0 €

Geräte und Ausstattung, die über viele Aufträge hinweg genutzt werden.

Verwaltung und Büro

Summe: 0 €

Alles, was der Betrieb für Organisation, Buchhaltung und Auftritt braucht.

Sonstiges

Summe: 0 €

Gewährleistung und Forderungsausfälle gehören in den Wagniszuschlag (Schritt 4), nicht hierher.

Gemeinkosten gesamt je Jahr

0 €

26 Posten, noch keiner geprüft

Beim Übernehmen werden nur Gruppen mit einem Betrag in Schritt 2 des Rechners gesetzt. Unternehmerlohn und Lohnkosten tragen Sie dort separat ein.

Einordnung

Was zu Gemeinkosten zählt und was nicht

Die Checkliste ist eine Orientierung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Welche Kosten steuerlich wie zu behandeln sind, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung. Der Rechner ist keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Gemeinkosten sind alle Kosten, die der Betrieb braucht, ohne dass sie einer einzelnen Baustelle zugeordnet werden. Sie stecken im Stundenverrechnungssatz, weil sie sonst von keinem Auftrag getragen werden. Material und Fremdleistungen für einen bestimmten Auftrag gehören dagegen nicht hierher, sie werden dem Auftrag direkt berechnet.

Doppelt gezählt, doppelt belastet

Der häufigste Fehler beim Erfassen ist die Doppelung. Beiträge zur Berufsgenossenschaft, Arbeitgeberanteile und Umlagen gehören zu den Lohnnebenkosten, Gewährleistung und Ausfälle zum Wagniszuschlag, Ihr eigenes Gehalt zum Unternehmerlohn. Jeder Euro soll in genau einem Baustein stehen.

Typische Lücken

  • Jahresbeiträge, die einmal im Jahr abgebucht werden und im Alltag untergehen
  • Abschreibungen für Fahrzeuge und Maschinen, die nicht als laufende Zahlung auftauchen
  • Software-Abos, die auf mehreren Konten oder Karten verteilt sind
  • Kosten der eigener Immobilie, wenn Werkstatt oder Lager im eigenen Gebäude liegen

Wie es weitergeht

Mit den Summen aus der Checkliste fehlen noch die produktiven Stunden, durch die der Satz geteilt wird. Wie die Zahlen im Satz zusammenlaufen, zeigen die Beispielrechnungen. Eine Übersicht der häufigsten Fehler finden Sie im Ratgeber Die fünf häufigsten Kalkulationsfehler im Handwerk.

Häufige Fragen zu Gemeinkosten

Was ist der Unterschied zwischen Gemeinkosten und Einzelkosten?

Einzelkosten lassen sich einem Auftrag direkt zuordnen, etwa das Material für eine bestimmte Baustelle. Gemeinkosten fallen für den Betrieb insgesamt an, zum Beispiel Miete, Versicherungen oder Software. Sie verteilen sie über den Stundensatz auf alle abrechenbaren Stunden.

Woher bekomme ich die Jahresbeträge?

Am verlässlichsten aus der Buchhaltung: Die betriebswirtschaftliche Auswertung oder die Summen- und Saldenliste des Vorjahres zeigen die Kosten je Konto. Rechnen Sie bekannte Änderungen für das kommende Jahr dazu, etwa neue Leasingraten oder höhere Mieten.

Gehört der Unternehmerlohn zu den Gemeinkosten?

Nicht in diese Checkliste. Den kalkulatorischen Unternehmerlohn tragen Sie im Rechner separat ein, damit er als eigener Baustein im Ergebnis sichtbar bleibt.

Was ist mit Abschreibungen?

Teure Anschaffungen wie Fahrzeuge oder Maschinen verteilen Sie über ihre Nutzungsdauer. Setzen Sie je Jahr den Anteil an, nicht den vollen Kaufpreis. Die genaue steuerliche Behandlung klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung.

Ein Angebot von Cortexion

Vom Stundensatz zum Angebot

Sobald Ihr Stundenverrechnungssatz steht, geht es um die Kalkulation einzelner Angebote. Cortexion bietet dafür Kalkulation und Angebote als App.

Aus dem Stundensatz ein Angebot mit Positionen, Material und Zuschlägen rechnen: Angebotskalkulation (öffnet in neuem Tab)

Kalkulation und Angebote als App (öffnet in neuem Tab)